Beruf und dann? Engagiert im Ruhestand!

Neue Wege nach dem Berufsleben entdecken

Einleitung: Die Brücke ins Unbekannte

„Wer einen Fluss überquert, muss notwendigerweise die eine Seite verlassen.“ Dieses Zitat von Gandhi beschreibt treffend den Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand – ein Moment der Neuorientierung. Doch was kommt danach? Die Forschung zeigt: Ein Bundesfreiwilligendienst 27+ (BFD27+) kann eine Brücke in eine sinnstiftende Zukunft sein und engagiert in den Ruhestand bringen.

Auf diesem Hintergrund wurde 2017 das Programm „Engagierter Ruhestand“ für Beamt*innen der Post, Postbank und Telekom ins Leben gerufen, das bis heute angeboten wird. Beamt*innen der zuvor genannten ehemals staatlichen Unternehmen wurde der Eintritt in den Vorruhestand ab 55+ ermöglicht unter der Vorgabe, sich mit dem Übertritt in den Vorruhestand freiwillig in Vollzeit ein Jahr lang in einer sozialen Einrichtung zu engagieren. So kommen sie in Kontakt mit Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen, mit anderen Einstellungen und Haltungen und mit anderen Berufs- und Arbeitsfeldern. Die Wirksamkeit des Programms „Engagierter Ruhestand“ auf die Planung der nachberuflichen Phase wird im Rahmen der vorliegenden Arbeit untersucht.

Der Übergang in den Ruhestand: Herausforderung oder Chance?

Plötzlich keine festen Strukturen, keine Arbeitskolleg*innen, keine klaren Aufgaben mehr – für viele ist das ein Bruch im Leben. Doch dieser Wechsel bietet auch die Gelegenheit, Neues auszuprobieren. Studien zeigen, dass Bildung und lebenslanges Lernen entscheidend sind, um diesen Wandel aktiv zu gestalten.

Der BFD27+: Mehr als nur ein Ehrenamt

Der Bundesfreiwilligendienst 27+ ist nicht einfach nur eine freiwillige Tätigkeit – er ist eine Lernreise. Besonders für Beamte der Post, Postbank und Telekom bietet er eine Möglichkeit, den Vorruhestand aktiv zu gestalten. Die Freiwilligen bringen ihre bisherigen beruflichen Erfahrungen ein, lernen aber auch völlig neue Arbeitswelten kennen. In sozialen Einrichtungen sammeln sie wertvolle Erkenntnisse über den Umgang mit Menschen und erleben die Bedeutung von Mitmenschlichkeit neu.

Was bewegt Menschen, engagiert im Ruhestand zu sein?

Die Forschung zeigt vier Hauptmotive für einen BFD27+:

  1. Neugier und Lernen – Einblicke in neue Arbeitsbereiche gewinnen.
  2. Sinnstiftung – Das Bedürfnis, der Gesellschaft etwas zurückzugeben.
  3. Soziale Kontakte – Neue Menschen kennenlernen, Gemeinschaft erleben.
  4. Struktur im Alltag – Eine neue Aufgabe, die Halt gibt.

Erfahrungen im BFD27+: Lernen durch Tun

Die Interviews mit ehemaligen BFDler*innen zeigen eindrucksvoll:

  • Neue Perspektiven – Der Umgang mit Menschen in sozialen Einrichtungen eröffnet neue Blickwinkel auf das eigene Leben.
  • Persönliche Weiterentwicklung – Viele entdecken ungeahnte Fähigkeiten und wachsen an den Herausforderungen.
  • Anerkennung und Wertschätzung – Freiwillige erleben, dass sie gebraucht werden und ihre Arbeit Sinn macht.
  • Herausforderungen meistern – Der Wechsel in ein neues Arbeitsumfeld ist nicht immer leicht, doch genau das macht die Erfahrung so wertvoll.

Und nach dem BFD27+?

Nicht alle Freiwilligen engagieren sich dauerhaft weiter, doch viele bleiben aktiv – sei es im Ehrenamt, in der Familie oder sogar in einem Minijob in ihrer BFD-Einsatzstelle. Besonders das soziale Umfeld und die gemachten Erfahrungen spielen eine Rolle dabei, ob das Engagement fortgesetzt wird.

Empfehlungen für die Zukunft

Die Ergebnisse der Studie zeigen: Der Übergang in den Ruhestand sollte aktiv begleitet werden. Politik, Unternehmen und soziale Träger sollten stärker darauf hinwirken, dass Menschen frühzeitig über Möglichkeiten des Engagements informiert werden. Der BFD27+ bietet hierfür ein wertvolles Modell, das weiter ausgebaut werden sollte.

Fazit: Mehr als nur eine Brücke – eine neue Welt!

Der BFD27+ ist kein „Lückenfüller“ für den Ruhestand, sondern eine echte Chance für persönliche Entwicklung, soziale Teilhabe und gesellschaftliches Engagement. Wer sich darauf einlässt, entdeckt oft eine neue Leidenschaft – und vielleicht sogar eine ganz neue Lebensaufgabe.

Eine Chatgpt basierte Zusammenfassung der Abschlussarbeit von Hildegard Schnetz-Frangen, 20.02.2025

Hier geht es zur ganzen Abschlussarbeit: Altern im Sozialraum

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